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June 18, 2018

Alfred Seiland at ALBERTINA



The ALBERTINA Museum showing a retrospective to photographer Alfred Seiland (*1952) that will show around 80 works. Seiland was one of Austria’s first artistic photographers to work exclusively in color, deliberately following in the footsteps of the originators of New American Color Photography—Joel Meyerowitz, Stephen Shore, and William Eggleston. Seiland’s staged depictions of famous personalities for a campaign by the German daily Frankfurter Allgemeine Zeitung made international waves. To this day, he photographs his motifs—always meticulously composed in terms of colors and lighting – using an analog large format camera. For his earliest series, East Coast – West Coast, he traveled to the USA and created atmospherically dense photographs of sweeping landscapes, streets, and neon signs. The territory of ancient Rome is the focus of the series Imperium Romanum, which sheds light upon the tension between antiquity and the modern era. And the works from the group Österreich are characterized by his characteristic perspective on his own home country. 13 June until 7 October 2018.

Die ALBERTINA widmet dem österreichischen Fotografen Alfred Seiland (*1952) eine Retrospektive mit rund 80 Werken. Seiland ist einer der ersten Fotografen in Österreich, der ausschließlich mit Farbfotografie arbeitet und sich bewusst auf die Spuren der Begründer der US-amerikanischen New Color Photography – Joel Meyerowitz, Stephen Shore, William Eggleston – begibt. International erregten seine Aufnahmen berühmter Persönlichkeiten für eine Kampagne der Frankfurter Allgemeinen Zeitung Aufsehen. In seinen dokumentarischen Fotografien beschäftigt sich Seiland mit Kulturlandschaften und entwickelt dabei eine eigenständige Ästhetik: Seine in Bezug auf Farben und Lichtstimmung immer exakt komponierten Motive fotografiert er bis heute mit einer analogen Großformatkamera. Für seine früheste Serie East Coast – West Coast entstehen in den USA atmosphärisch dichte Aufnahmen von weiten Landschaften, Straßenzügen und Neonschildern. Reisen führen ihn u.a. nach Syrien, in den Iran und in die Türkei, nach Ägypten und Griechenland. Das Gebiet des antiken Römischen Reiches steht im Zentrum der Serie Imperium Romanum, die das Spannungsverhältnis von Antike und Moderne beleuchtet. Die Arbeiten der Werkgruppe Österreich  zeichnen sich durch seinen charakteristischen Blick auf die eigene Heimat aus. 13. Juni bis 7. Oktober 2018 zu sehen.

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June 12, 2018

Julian Schnabel at OSTLICHT



For the first time in Austria, OstLicht Gallery presents Julian Schnabel’s photographic work. The American painter, sculptor and filmmaker has been taking unique photographs for over a decade using a rare twenty by twenty-four inch Polaroid Land camera made in the 1970s: charismatic portraits of Lou Reed, Plácido Domingo, Mickey Rourke, and Max von Sydow; private rooms in the Palazzo Chupi in New York; his studios in Montauk and Manhattan. Highly personal, poetic images result. In addition to the Polaroids, Schnabel will also show two paintings from 2010, Untitled (Crazy People). These paintings are Polaroid pictures taken of photos from the 1920s that Schnabel found in France. »I never intended to show the pictures I took. The Polaroids are documents of places I built, sculptures I made, people I know, the process of painting. I used the camera as a medium.  Because of the camera I had the experience.  Anomalies, idiosyncrasies, light leaks and accidents form the character of these photographs – I just happen to press the button. Using this camera is like riding a good horse, you just hold onto the reins and let her run. I don’t have a camera.  I don’t walk around taking photos. It was this particular camera that I became engaged with.« 07.06.–04.08.2018

Die Galerie OstLicht präsentiert erstmals in Österreich Julian Schnabels fotografisches Werk in einer umfassenden Einzelausstellung. Der amerikanische Maler, Bildhauer und Filmemacher fertigt seit mehr als einem Jahrzehnt fotografische Unikate mit einer sehr seltenen Polaroid 20x24-Inch-Kamera aus den 1970er-Jahren: charismatische Porträts von Lou Reed, Plácido Domingo, Mickey Rourke und Max von Sydow; Privatzimmer im Palazzo Chupi in New York; seine Studios in Montauk und Manhattan. Es sind sehr persönliche, poetische Bilder entstanden. Neben den Polaroids zeigt die Galerie OstLicht zwei Malereien des Künstlers von 2010, Untitled (Crazy People). Bei diesen Werken handelt es sich um Polaroidaufnahmen von Fotografien aus den 1920er Jahren, die Schnabel in Frankreich gefunden hat. »Es war nie meine Intention diese Polaroids öffentlich zu zeigen. Sie sind Dokumente von Orten und Skulpturen, die ich geschaffen habe, Menschen, die ich kenne, sie sind ein Prozess des Malens. Die Kamera nutzte ich als Medium. Wegen ihr machte ich die Erfahrung. Anomalien, Idiosynkrasien, Lichtflecke und technische Zufälligkeiten prägen den Charakter der Fotografien – ich drücke nur instinktiv auf den Knopf. Mit dieser Kamera ist es wie mit einem guten Pferd, man hält sich einfach an den Zügeln fest und lässt es laufen. Ich habe sonst keine Kamera. Ich gehe nicht herum und fotografiere. Es war diese eine spezielle Kamera, die mich fesselte.« 07.06.–04.08.2018

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May 30, 2018

Florentina Pakosta at ALBERTINA



On the occasion of Austrian artist Florentina Pakosta’s 85th birthday, the ALBERTINA Museum is devoting a large-scale retrospective to her oeuvre. In her 1960s drawings and printed graphics, Florentina Pakosta reacted to discrimination against women in the art scene. Pakosta consequently turned her gaze on men and proceeded to dissect their facial expressions and body language. Pakosta’s mid-1980s output then gradually turns away from black-and-white, figurative painting in favor of an abstract visual language—and to this day, she has continued to create series of characteristic works comprised of geometric beams. May 30th – Aug 26th, 2018.

Anlässlich ihres 85. Geburtstags widmet die ALBERTINA der österreichischen Künstlerin Florentina Pakosta eine groß angelegte Retrospektive. In den 1960er Jahren reagiert Florentina Pakosta mit ihren Zeichnungen und Druckgrafiken auf die Diskriminierung von Frauen in der Kunstszene. Florentina Pakosta richtet den Blick auf den Mann und seziert seine Gesichtsausdrücke und Körpersprache. Mit ihren satirischen Arbeiten prangert sie patriarchale Machtstrukturen an, indem sie männliches Verhalten überzeichnet und tradierte Rollen umkehrt.
Auch das Selbstporträt nimmt im Werk Florentina Pakostas eine zentrale Rolle ein – sie stellt sich mal ernsthaft, mal selbstbewusst, mal kämpferisch dar. In ihren Serien Warenlandschaften und Menschenmassen bringt Pakosta das Verschwinden des Subjekts im Kapitalismus zum Ausdruck. Ab etwa Mitte der 1980er Jahre wendet Florentina Pakosta sich von den schwarz-weiß gehaltenen und gegenständlichen Arbeiten ab und der Malerei und einer abstrakten Formensprache zu. Bis heute entstehen Zyklen der charakteristischen, geometrischen Balkenbilder. 30.05. bis 26.08.2018.

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May 16, 2018

Kate Newby at the Kunsthalle Wien, Karlsplatz



For the exhibition "I can’t nail the days down" at Kunsthalle Wien Karlsplatz, Kate Newby continued her ongoing engagement with ephemeral and often peripheral situations. Therefore she created a large-scale work installed on the floor in the Karlsplatz building, using bricks as artistic material. For this work, the artist modified unfired bricks and inserted found elements: shattered glass fragments left behind as a result of people spending time outdoors in the Karlsplatz area, and bits of clay collected when the subway was constructed. Through the firing process unexpected formations are produced that imprint the inserted pieces of glass and clay. Curator: Juliane Bischoff. 16/5 – 2/9 2018.

Für Kate Newbys Ausstellung I can’t nail the days down in der Kunsthalle Wien Karlsplatz entstanden neue, ortsbezogene Arbeiten, die die Grenzen zwischen dem Werk und seinem Umfeld unscharf werden lassen. Für eine großformatige Bodenarbeit, die den Großteil des Raums im Glaspavillon einnehmen wird, setzt Newby Mauerziegel als künstlerisches Material ein. Die Künstlerin bearbeitet ungebrannte Ziegel und fügt gefundene Elemente bei, wie etwa zurückgelassene Glassplitter von Passant/innen des Karlsplatzes, Münzen oder Restbestände jenes Tons, der während des U-Bahnbaus aus dem Erdreich gewonnen wurde. Durch den nachträglichen Brennprozess verbinden sich die Glasscherben und Tonstücke mit den Ziegeln und lassen unerwartete Formationen entstehen. Kuratorin: Juliane Bischoff. 16.05. – 02.09.2018.

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